Goodbye Austria

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Sonntag, 17.07.2011, 13:38

Das Leben ist wie eine Multiple-Choice Frage

Die Situation: eines meiner Pferde beißt ganz gern. Vor allem, wenn man es am Führstrick hat, den Rücken dem Pferd zugewandt.
Jeder in der Pferdewelt kennt das; nichts ist anstrengender, als ein schnappendes Pferd, das man nicht einfach führen kann, sondern immer eine Armlänge auf Abstand halten muss. Der Armwird müde, man entwickelt mit der Zeit eine extra starke rechte Schulter, und jede kleinste Bewegung aus dem Hintergrund lässt einen aufschrecken und zurück zucken. Rundum, das Pferd führt den Reiter, wortwörtlich und im übertragenden Sinn.
Eine ganz schreckliche Verhaltensweise, kann ich nur sagen, sowohl beim Pferd als auch beim Mann.
So zeigte ich einer meiner Praktikanten, wie man sich gegen solch eine Attacke wehrt. Aufmerksam sein, das Pferd im richtigen Moment erwischen, mit einem bösen „Nein!“ vorwarnen, wenn das Pferd nicht hört, dem Pferd zeigen, was passiert, wenn es versucht, die Hierachie in Frage zu stellen – das klingt jetzt sehr brutal, aber da gibt’s noch ein weiteres Trainingsprinzip: Reagiere mit der selben Energie, die dir entgegenkommt. Mehr dazu allerdings später.
Mein Praktikant hatte den Dreh bald raus, doch das Pferd hatte offenbar nichts von der Lektion gelernt und einige Tage später fragte mich Susan, mein Praktikant, warum es denn nicht funktioniere.
Ich beobachtete sie ein Weilchen, während sie die Stute am Reitplatz herum führte und diese alle paar Minuten nach Susan schnappte, dann aber sofort den Kopf wieder zurück zog, weil sie ja wusste, was dann kam. Wenn Susan dann reagierte, war die Stute beleidigt, ließ sich endlos am Führstrick dahin ziehen und blieb immer mal wieder in Protest stehen.
Der ganze Schlamassel war, dass die Stute nicht wusste, was die richtige Antwort war; Sie schnappte, ein für sie normaler Vorgang, dann bekam sie eine verpasst, was auch hieß, „bleib zurück, ich will dich nicht“ in Pferde-Sprache.
Rundum, die Stute wusste nicht, wo oben und unten war.
Eines der wichtigsten Aktionen im Pferdetraining ist, dass man dem Pferd in jeder neuen Lektion zeigen muss, was die richtige Antwort ist: mit Loben, mit Loslassen, mit Entspannen, mit dem Nachlassen von Druck in dem Moment, in dem das Pferd auch nur den ersten Schritt in die richtige Richtung versucht. In dieser Situation, nachdem man das Pferd in dem Moment erwischt hat, in dem es gerade vorschnellt, um nach dem Arm zu schnappen, und man sagt ein strenges „Nein“, und das Pferd reagiert darauf und zieht sich wieder zurück, dann bleibt man stehen und lobt das Pferd ausführlich. Damit sagen wir ihm, dass das die richtige Antwort war und das Pferd es besser hat, wenn es auf uns hört.
Damit war dieses Problem erledigt und die Stute hat nicht wieder versucht, nach meiner Praktikantin zu schnappen.

Dasselbe gilt auch für Menschen: Wenn jemand einen Fehler macht (in unseren Augen), ist ihnen das oft nicht bewusst, und sie werden nur frustriert und wütend, wenn wir uns ständig gegen dieses Fehlverhalten wehren und selber sauer werden. Was wir stattdessen tun sollten – ihnen den richtigen Weg zeigen. Nicht nur wütend auf sie sein, sondern ihnen sagen, dass man es lieber hätte, wenn zB der Mann auch mal den Geschirrspüler einräumen soll – und wenn er dann im Moment ist, denselbigen auch einzuräumen, muss man ihn sofort loben.
Man merke: Dasselbe Prinzip wird angewendet: Ein Warnwort zuerst – dann die Korrektur – dann das Lob!
Man lobt auch noch einige Zeit später, wenn man ihn mal wieder beim Aufräumen/Einräumen beobachtet, (und zwar nicht nur mit Worten! Ein Pferd braucht auch körperlichen Kontakt; Man streichelt es am ganzen Körper, lässt die Hände mit lobenden Worten über das softe Fell gleiten, bis das Pferd sich entspannt und das Lob annimmt). Dasselbe auch mit dem Mann machen!
Nach einigen Malen hat sich das Geschirrspüler-Einräumen schon so routiniert, dass man ihn nicht mehr zu loben braucht.
Falls er es mehrere Male wieder vergisst und man böse werden möchte – lieber nicht, das Warnwort benutzen (zB, Schatz, vergiss nicht den Geschirrspüler – oder ein nervöser Blick zum Geschirrspüler, wenn man gerade mit dem Mann davor steht, für die „aufnahmefähigeren“ unter uns), dann einfach sagen, was man gerne hätte, dann loben.

Die verblüffende Ähnlichkeit zwischen Pferd und Mann; wer hätte das gedacht?


Donnerstag, 16.06.2011, 20:00

Nachdem die Geschichten über meine Arbeitslosigkeit schon langsam langweilig werden (mal ehrlich; ich tu nichts außer ausschlafen, Internetsurfen, in der Sonne lesen, Essen kaufen gehen, Kochen und Schlafen gehen. Am nächsten Tag dann dasselbe), und ich für die nächsten Monate im emotional regnerischen Österreich gestrandet bin (noch nicht; aber bald. Ich sitze quasi auf gepackten Koffern), habe ich mich entschlossen, hier eine neue Serie anzufangen, um die Zeit zu meinem nächsten Abenteuer (England) zu verkürzen:

Wie man sein Pferd trainiert - oder seinen Ehemann

Da stellt sich doch heraus, dass die Pferde und die Menschen so einiges gleich haben: Beide sind Herdentiere und haben soziale Strukturen, Hierachien, Kommunikationsebenen.
Für das Pferd bedeutet eine Herde das Überleben: Und damit es in der Herde bleiben kann, sich integrieren kann, muss es lernen, wie man kommuniziert. Es braucht also "social skills".

Das ist das große Geheimnis hinter dem "Pferdeflüstern". Als ich vor 10 Jahren Monty Roberts in der Roundpen im Fernsehen sah, war ich zutiefst begeistert und Monty stieg zu meinem Idol auf. Wie macht er das bloß? Werde ich jemals diese magischen Tricks lernen? Jemals so gut sein?
Heute ist die Antwort: Ja. Ich wage sogar zu sagen, dass es viele Pferdemenschen da draußen gibt, die um einiges Besser sind, als Monty. Monty ist in der Pferdewelt allzugut bekannt als "being very good at Marketing, but nothing else". Und das stimmt so ziemlich.
Er kann sich und seine "Methoden" gut vermarkten, er labeled sie als seine eigenen, die er nur mithilfe seines Wildpferdes Shy Boy gefunden hat.... Blablabla.

Hier ist die Wahrheit:
Wenn man mal genug Zeit mit Pferden verbringt, die in einer großen Herde aufgewachsen sind und sie recht.... "energievoll" sind, damit meine ich Pferde, die immer noch ihren eigenen Kopf haben, und sich nicht von Mann durch ein Paar Sporen und einer Gerte versklaven lassen, dann lernt man GANZ schnell, wie man mit den Pferden kommunizieren muss, um nicht überrannt zu werden.
Bevor ich jetzt einen ganzen Blog über das soziale Verhalten des Pferdes schreibe (das kommt später), hier das Wichtigste: Im Pferdetraining gibt es Grundprinzipien, die gleich sind in jeder Sparte, jeder Disziplin, für jede Rasse.
Ich habe diese Prinzipien nicht erfunden und ich habe sie auch nicht aus einem Handbuch abgeschrieben, ich habe sie lernen müssen, genauso, wie viele andere Trainer. „Universal Truths“ nennt man das. Universelle Wahrheiten über das Pferdetraining.
Das Lustige ist aber: Dieselben Prinzipien kann man auch für menschliche Beziehungen anwenden.
Ich habe das erstmals bemerkt, als ich meine Praktikanten über das vergangene Jahr lang unterrichtete und mein Pferdewissen in Worte fassen musste. Das geschah mittels Vergleiche (ha, jetzt klinge ich schon wie die Bibel – ich bin ein Prophet! Ein Pferdeprophet), damit auch sicher klar war, von was ich redete und keine Missverständnisse auftauchten.
Somit konnte ich die Pferdesprache in Menschensprache übersetzen und bemerkte, dass man als Person dieselben sozialen Probleme zu überwinden hat, als das Pferd: Und deshalb funktionieren diese Trainingsprinzipien sowohl am Menschen als auch beim Pferd.
Diese Erkenntnis hat mir enorm geholfen, menschliche Beziehungen aufzubauen, eine bessere Kommunikationsebene zu schaffen und mein Gegenüber besser zu verstehen und besser fühlen zu lassen, ohne „mich aufzugeben“ oder „nachzugeben“. Man hat ja seinen Stolz :)

In den nächsten Artikeln werden nun sowohl die Pferde-Narren als auch die Kommunikations-Interessierten von den Grundprinzipien des Pferdetrainings erfahren, mit dem Schwerpunkt: Ehemann-Training.... ich mein, Ehemann-Verbesserung.
Viel Spaß!